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Orgeln an der Nordsee – Kultur der Marschen (seit 1995)

 

Voraussetzungen

In den Marschlandschaften an der Nordsee entwickelte sich seit dem 15. Jahrhundert eine Musikregion eigenen Gepräges. Ihr uneingeschränktes Zentrum ist (ganz anders als in anderen Gegenden Europas) die Orgel. Kaum eines der Dörfer in dieser einst extrem reichen Agrarlandschaft entzog sich dieser Orgelbegeisterung; schon im 16. Jahrhundert war die Orgel ein flächendeckendes Charakteristikum dieser vermutlich „ältesten Orgellandschaft der Welt“, die bis heute mit ihren Instrumenten Aufsehen erregt, nicht zuletzt mit den Orgeln von Arp Schnitger (1648–1719).
Offensichtlich weil diese Orgellandschaft anders ist als andere Musikregionen Europas, spielte sie im musikhistorischen Bewusstsein kaum eine Rolle. Zwar kennt und bewundert man seit langem die Instrumente, doch die Frage stellte sich nicht, warum sich dieser Orgelreichtum in gerade dieser Region ausbildete. Es waren die Einwohner, die ihn schufen; sie hatten spezifische kulturelle und religiöse Interessen.

 

Ansatz der Arbeit und Präsentation von Ergebnissen

Im Rahmen des Projekts werden seit 1995 die erforderlichen Informationen gesammelt: auf der Ortsebene ansetzend. Auch studentische Arbeitsabschnitte sind enthalten, so die Projekte zur Quellenforschung, die 2007–10 in Verbindung mit der „Stiftung für Kunst und Kultur“ in Stade durchgeführt wurden.
Die Ergebnisse werden nicht nur in wissenschaftlichen und überregionalen Formaten sowie in Notenausgaben publiziert, sondern auch auf regionaler Ebene. Hierbei übernimmt seit 2013 eine Wanderausstellung eine Vermittlungsaufgabe auch innerhalb des breiteren Nordsee-Tourismus.


Projektziele in der Zukunft: Orgellandschaft und Klimaschutz

Der Fortbestand dieser Musikkultur ist (gemeinsam mit der gesamten Region) wie seit Jahrhunderten von funktionierendem Küstenschutz abhängig. In jüngerer Zeit kommen mit der Erderwärmung und dem Ansteigen der Meeresspiegel zusätzliche Herausforderungen hinzu. Begeisterung für die historischen Orgeln kann ein Schlüssel dazu sein, sich den Bedarf individueller Anstrengungen zum Klimaschutz bewusst zu machen und diese zu verstärken. Dies zu unterstreichen ist eine Kernaufgabe in der Fortentwicklung des Projekts. Vgl. hierzu auch:

 


Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Konrad Küster


Förderung (Auswahl):

  • Europäische Union, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (2008, 2010);
    Programm Interreg IV A (2013–14)
  • Beauftragte*r der Bundesregierung für Kultur und Medien (2012–13, 2019)
  • Land Schleswig-Holstein mit Fördermitteln der Europäischen Union (2008, 2010)
  • Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg (2018–19)
  • Ev.-luth. Kirche in Norddeutschland (2010, 2012–13, 2015, 2019)
  • Ev.-luth. Landeskirche Hannovers (2007, 2012–13, 2015, 2019)
  • Evangelische Kirche in Oldenburg (2012–13, 2015, 2018)
  • ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius (2007)
  • Orgelakademie Stade mit Mitteln des Landes Niedersachsen (2005–07)
  • Verband der Freunde der Universität Freiburg i. Br. (2002)

 

Frühe Presseberichte:


Allgemeine Forschungsporträts:

Nordelbische Kirchenzeitung, 20. April 2008

  • Studentische Arbeit in Stade:

Stader Tageblatt, 21. August 2008

  • Norddeutsche Orgelmusik aus klassisch-romantischer Zeit:

Evangelische Zeitung Niedersachsen, 28. September 2008

 

Ausstellung im Alten Land 2007:

Im Film:

Ausstellung „Gott allein die Ehre: Der Orgelreichtum im Alten Land“ (2007): https://www.youtube.com/watch?v=01ty4ObRitw

 

 

Wanderausstellung „Orgeln an der Nordsee – Kultur der Marschen“ (seit 2013):

Um diese besondere Kulturform einem breiteren Publikum bekannt zu machen, wurde eine Wanderausstellung entwickelt. Sie besteht aus vier transportablen Modulen; in ihnen werden vier Themenfelder in Wort und Bild, in Video- und Audio-Elementen sowie einfachen interaktiven Elementen dargestellt:

  • die Anfänge des 15. und 16. Jahrhunderts, die zur Formierung der Orgellandschaft führten;
  • die Orgel als Brennpunkt kulturhistorischer Interessen (z. B. Funktion der Orgel, Orgelbau, Materialbeschaffung, kulturelle Ziele der historischen Gesellschaft etc.); 
  • die Theologie und das kirchliche Leben, die - in den unterschiedlichen Konfessionen - die Orgelkultur der Marschlandschaften stützten und begleiteten;
  • die Organisten: als Komponisten, als "Menschen vor Ort" und als Musiker im Wechselspiel mit den Metropolen.

Die Ausstellung wurde 2013 erstmals präsentiert. Seitdem ist sie an 51 Orten (Stand 2018) in den nördlichen Niederlanden, dem nördlichen Deutschland und in Süddänemark gezeigt worden: u. a. in Kirchen, Museen und Tourismuszentren.

Auch bei einigen überregionalen Veranstaltungen war die Ausstellung zu Gast, darunter:

  • Deutscher Evangelischer Kirchentag Hamburg 2013
  • Krummhörner Orgelfrühling 2013 (Pilsum)
  • Trilateral Danish-German-Dutch Governmental Conference on the Protection of the Wadden Sea 2014 (Tønder, DK)
  • Festival "Gottorfer Hofmusik" 2014 (Schleswig)
  • Orgelfestival Sønderjylland-Schleswig 2014 und 2015 (mehrere Orte)
  • Internationale Orgelkonzerte Norden (Ostfriesland) 2015
  • Sommerkonzerte im Verbund "Stichting Groningen Orgelland" 2015, 2016, 2017 (mehrere Orte, NL)
  • Festival MixTour Lemgo 2016
  • Gedenktage zum 350. Todestag von Melchior Schildt 2017 (Hannover) 
  • Internationaler Orgelsommer Altenbruch/Cuxhaven (2018)

Ferner als Sonderausstellung im Museum Altes Land Jork (2013), im Museum Nationalparkhaus Fedderwardersiel (2014) sowie im Museum Kranichhaus Otterndorf und im Orgelmuseum Malchow (beide 2016).

Für 2019 sind "Gastspiele" beim 94. Bach-Fest der Neuen Bach-Gesellschaft in Rostock-Warnemünde und bei den Gedenkveranstaltungen zum 300. Todestag des Orgelbauers Arp Schnitger in Hamburg geplant.

Die Ausstellung im Internet:

http://www.reformation-im-norden.de/veranstaltungen/wanderausstellung.html
(Seite derzeit im Umbau und nicht aktuell)

Im Film:

 

Die drei Filme der Ausstellung in voller Länge:
In Kooperation mit https://www.justusworbsfilm.de/

          

Einführungsfilm: 

 

                              Orgelkultur und Musiktheologie: 

 

 Die Funktion der Orgel: 

               

 

 

Der Orgelbauer Arp Schnitger (1648–1719): 300. Todestag 2019

Multimediale Präsentation zu Leben und Werk unter: https://www.orgelstadt-hamburg.de/arp-schnitger/

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