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SS 2006

Lehrveranstaltungen im SS 2006

Sofern nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen in HS 1119 statt.

Vorbesprechung und Semestereröffnung: Montag, 24. April 2006, 19 Uhr c. t.;
im Anschluss lädt die Fachschaft zu einem Umtrunk in die Bibliothek ein.


Vorlesungen
Proseminare
Hauptseminare
Kolloquien
Kurse und Tutorate
Arbeitsgemeinschaften und Projekte

Vorlesungen

Prof. Dr. Konrad Küster

Musikgeschichte 1850–1950

Mi 11–13 Uhr
Beginn: 26. April

Ziel dieser Vorlesung ist es, einen musikhistorischen Überblick über eine Zeit zu geben, die außerhalb der Periodisierungen liegt: Ausgehend von der «Spätromantik» hat man es nur noch mit «Moderne» (bzw. ihren «Klassikern») zu tun. Folglich wird auf der Grundlage eines kurzen Resümees «romantischen» Musizierens versucht werden, die stark unterschiedlichen Strömungen der Jahrzehnte bis etwa zum Ende des Zweiten Weltkrieges darzustellen. Dabei geht es weniger um die Vorstellung lexikalischen Wissens, sondern vor allem um eine problemorientierte Auseinandersetzung mit der überlieferten historischen Vielfalt.


Prof. Dr. Günter Schnitzler

Hugo von Hofmannsthal

Fr 9–11 Uhr
Beginn: 28. April

Die dichterische Wirklichkeit in Hofmannsthals Texten konstituiert sich in vielfältiger Weise auch aus der bildenden Kunst, der Musik und dem Tanz. Diesen intermedialen Bezügen in einer vermittelten Wirklichkeit wird in einlässlichen Auslegungen zentraler Werke (u. a. Sommerreise, Ägyptische Helena, Elektra, Andreas oder die Vereinigten) nachgegangen.



Proseminare

Dr. Markus Bandur

Filmmusik. Geschichte – Analyse – Ästhetik

Do 18–20 Uhr
Beginn: 27. April

Der Schwerpunkt des Seminars wird auf der Filmmusik von etwa 1900 bis ca. 1930 liegen. Nach einer Einführung in die Chronologie der Filmmusik, einer kurzen Betrachtung der dazugehörigen Technikgeschichte sowie der Diskussion offener Fragen der Filmmusikforschung behandeln die Referate ausgewählte Aspekte des Themas. Zu nennen sind etwa die Zusammenhänge zwischen der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts und Filmmusik, der Einfluss von Opern-, Schauspiel- sowie Variété- und Zirkusmusik auf die musikalische Stummfilmbegleitung, die Praktiken der improvisierten oder kompilierten Musik-«Illustration» von Filmen, die Auswirkungen der problematischen Synchronisierung von Bild und Musik bis zur Entstehung des Tonfilms, die zeitgenössische Diskussion über Nutzen, Nachteil und Funktion von Musik zum Film, das Aufkommen einer originär komponierten Filmmusik sowie die Entstehung des Tonfilms und die daraus resultierenden Probleme der Sprach-, Ton- und Musikbehandlung nach 1927.

Als einführende Literatur empfohlen sei Ulrich E. Siebert, Art. «Filmmusik», in: Musik in Geschichte und Gegenwart, Sachteil der zweiten, erweiterten Ausgabe, Bd. 3, Kassel und Stuttgart 1995. Für Neugierige sei hingewiesen auf Theodor W. Adorno / Hanns Eisler, Komposition für den Film, Hamburg 1996 (auch im Rahmen von Adornos Gesammelten Schriften und Eislers Gesammelten Werken veröffentlicht).


Prof. Dr. Christian Berger

Schuberts «Winterreise»

Mo 9–11 Uhr
Beginn: 8. Mai

Literatur:

  • Budde, Elmar, Schuberts Liederzyklen. Ein musikalischer Werkführer (= Becksche Reihe Wissen Musik 2207), München 2003.
  • Dürr, Walther, «Franz Schubert, ‹Winterreise›. Gedanken zur Struktur des Zyklus», in: Meisterwerke neu gehört. Ein kleiner Kanon der Musik. 14 Werkporträts, hrsg. von Laurenz Lütteken u. Hans-Joachim Hinrichsen, Kassel 2004, S. 131–155.
  • Gülke, Peter, Franz Schubert und seine Zeit (= Große Komponisten und ihre Zeit), Laaber 1991.
  • Youens, Susan, «‹Wegweiser› in ‹Winterreise›», in: JM 5 (1987), S. 357–379.


Prof. Dr. Christian Berger (mit Prof. Dr. Joseph Willimann, Hochschule für Musik Freiburg)

Musiklehre des Mittelalters und ihre praktischen Konsequenzen für die Lektüre mittelalterlicher Aufzeichnungen

Do 9.30–11 Uhr
Musikhochschule
Beginn: 27. April

Die Lektüre ausgewählter Texte zur Elementarlehre, die vor allem die Hexachordlehre in den Blick nehmen, soll die Voraussetzung bilden, um dann an einzelnen Beispielen die praktischen Konsequenzen ihrer Anwendung erproben zu können.


Prof. Dr. Konrad Küster

Zwölftonmusik

Di 14–16 Uhr
Beginn: 2. Mai
(Achtung: wegen eines dienstlichen Auswärts-Termins nicht schon am 25. April)

Zwölftönigkeit galt zeitweilig als eine Art Glaubensbekenntnis der Moderne. Das geht heute nüchterner: Herausforderungen und Schlüsselideen, bloße Reißbrettspiele und aggressive Propaganda können (und müssen) sorgsam diskutiert werden. Dieser Rundblick wird uns zugleich mit einer breiten Palette musikhistorischer Arbeitsmittel und -techniken konfrontieren. Insofern vertieft das Proseminar einen Stoffbereich, der auch im Zentrum der Vorlesungsthematik steht.


Dr. Suphot Manalapanacharoen

Die Musik Zentralthailands in der Bangkok-Periode (seit 1782)

Blockseminar

Termine: 7./8. und 21./22. Juli
Doktorandenraum
Beginn: 7. Juli, 11 Uhr c. t.

In diesem Seminar wird versucht, die Grundzüge der Musik einer speziellen Region Südostasiens, nämlich der thailändischen Musik, analytisch nachzuvollziehen. Zunächst werden die strukturellen Grundlagen behandelt, wie z. B. Ensembles, Instrumente und das Tonsystem. In einem zweiten Schritt wird die geschichtliche Entwicklung der Thai-Musik in Verbindung mit der allgemeinen Geschichte Thailands betrachtet. Ein solches interdisziplinäres Vorgehen ist deshalb wichtig, weil die Musik Thailands eng mit dem spirituellen Ritual und dem höfischen Zeremoniell und damit mit der Dimension des Politischen verbunden ist. Vermittels dieser übergreifenden Betrachtungsweise wird der Sinngehalt der Musik noch verständlicher. Der Kurs beschränkt sich dabei auf Stücke aus dem Repertoire des sog. Piphat-Ensembles. Nach einem ersten gemeinsamen Anhören wird zunächst der Versuch unternommen, den Aufbau des einzelnen Stücks höranalytisch aufzuschlüs­seln. Sodann werden bisherige Analyse- sowie Transkriptionsmethoden erörtert mit dem Ziel, diese weiterzuentwickeln. Eine einheitliche internationale Standardmethode zur interkulturell verständlichen graphischen Repräsen­tation thailändischer Musik existiert bisher nicht. Die in diesem Seminar gewonnenen Kenntnisse und Einsichten eröffnen u. a. den Zugung zur Musik benachbarter Länder Südostasiens, insbesondere zur laotischen und kambodschanischen Musik.


PD Dr. Danuta Mirka

Der klassische Stil und musikalische Topoi

Fr 16–18 Uhr
Beginn: 28. April

Als Topoi werden konventionelle Themen des musikalischen Diskurses im 18. Jahrhundert bezeichnet. Ihre Bedeutung ist in Assoziationen mit unterschiedlichen Gattungen (z. B. Arie, Rezitativ, Fantasie, französische Ouvertüre), Stilen (empfindsamer, strenger, türkischer, «Sturm und Drang») oder Typen des musikalischen Verhaltens in spezifischen sozialen Kontexten (Jagd, Marsch, Fanfare, Tänze) verwurzelt. Seit der bahnbrechenden Studie von Ratner (1980) wurde die Theorie der musikalischen Topoi vor allem von Allanbrook (1983), Agawu (1991), Hatten (1994) und Monelle (2000) weiter entwickelt. Während des Seminars werden wir der Frage nachgehen, wie verbreitet das Phänomen der Topoi ist und inwieweit man mittels dieses Begriffs eine neue Einsicht in den klassischen Stil als solchen sowie persönliche Stile der einzelnen Komponisten (Haydn, Mozart, Beethoven) gewinnen kann.

Literatur:

  • Agawu, V. Kofi (1991). Playing with Signs. A Semiotic Interpretation of Classic Music. Princeton: Princeton University Press.
  • Allanbrook, Wye Jamison (1983). Rhythmic Gesture in Mozart: Le Nozze di Figaro and Don Giovanni. Chicago: University of Chicago Press.
  • Hatten, Robert (1994). Musical Meaning in Beethoven: Markedness, Correlation, and Interpretation. Bloomington und Indianapolis: Indiana University Press.
  • Monelle, Raymond (2000). The Sense of Music: Semiotic Essays. Princeton, NJ: Princeton University Press.
  • Ratner, Leonard (1980). Classic Music: Expression, Form, and Style. New York: Schirmer.


Dr. Matteo Nanni

Einführung in die musikalische Analyse (I)

Do 9–11 Uhr
Beginn: 27. April

Einer der zentralen Fachbereiche akademischer Musikwissenschaft ist die Analyse und Deutung musikalischer Werke, wobei jede Epoche die Kenntnis unterschiedlicher musikanalytischer Methoden verlangt. Im letzten Sommersemester – «Einführung in die musikalische Analyse (III)» – wurde der Übergang vom späten 19. zum 20. Jahrhundert untersucht. In diesem Semester werden wir uns mit den musiktheoretischen Grundlagen und mit den Werken der Musik des späten Mittelalters und der Renaissance beschäftigen. Ausgehend von den musikalischen Erscheinungen des 14. Jahrhunderts (Frankreich und Italien) sollen die spezifischen Entwicklungen des Kontrapunkts, der Moduslehre, der Gattungen und der stilistischen Merkmale eines Repertoires untersucht werden, das von Guillaume de Machaut bis Josquin Desprez reicht. Möglichkeiten der begrifflichen und methodischen Annäherung an musikalische Sachverhalte durch unterschiedliche Analysemethoden stehen dabei ebenso im Mittelpunkt des Interesses wie die Suche nach Fragestellungen, die über die bloß beschreibende Verdopplung kompositorischer Verläufe hinausgehen.

Die Teilnahme an der im Sommersemester 2005 stattgefundenen «Einführung in die musikalische Analyse (III)» ist selbstverständlich nicht Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar.


Dr. Matteo Nanni

Musiktheorie des Trecento – Marchetto da Padova: «Lucidarium»

Mi 16–18 Uhr
Beginn: 26. April

In diesem Seminar geht es um eine Übung zur lateinischen Traktatlektüre: Marchetto da Padovas Traktat Lucidarium in arte musicae planae (1309) bildet einen der wichtigsten Texte für die Musik des gesamten italienischen Trecento. Die Lektüre soll einen kritischen und bewussten Umgang mit textlichen Quellen erschließen und einen Einblick in die Geschichte der Musiktheorie verschaffen. Parallel zur Lektüre des Traktats sollen auch musikgeschichtliche und kompositionstheoretische Elemente der Zeit um 1300 näher beleuchtet werden. So werden die möglichen Einflüsse von Pietro d’Abano und der französischen Musiktheorie auf Marchetto sowie die Kritik, die Prosdocimo de Beldemandis am Lucidarium Anfang des 15. Jahrhunderts geübt hat, untersucht.


Dr. Frauke Schmitz-Gropengießer

Das Musical – Entstehung und Entwicklung

Mi 18–20 Uhr
Doktorandenraum
Beginn: 26. April

Das Musical ist eine noch recht junge Gattung, die Anfang des 20. Jahrhunderts aus verschiedenen Formen des englischen und amerikanischen Unterhaltungstheaters des 19. Jahrhunderts hervorgegangen ist. Themenwahl und musikalische Verarbeitung lassen das Musical bis heute als ein sehr heterogenes Genre erscheinen. Immer jedoch bleibt die Musik der Tonalität des 19. Jahrhunderts verpflichtet; darüber hinaus werden Elemente populärer Musik integriert, die den musikalischen Geschmack der jeweiligen Zeit widerspiegeln.

Ziel und Inhalt des Seminars ist, einen Überblick über das Musical zu gewinnen; dazu gehört zunächst seine Entstehungsgeschichte. Weiter wollen wir die Komponisten bzw. Komponist-Songwriter-Gespanne sowie ihre Werke kennenlernen, die für die Entwicklung des Musicals eine wichtige Rolle gespielt haben. Wichtig ist die Beschäftigung mit der oben angesprochenen Heterogenität: Welche Sujets werden verarbeitet? Ist reine Unterhaltung die Absicht, oder soll eine bestimmte Aussage transportiert werden? Besteht ein – beispielsweise sozialkritischer – Anspruch? Wie ist das Werk komponiert? Eher konventionell im Sinne des 19. Jahrhunderts oder schwerpunktmäßig im Stil populärer Musik des 20. Jahrhunderts? Abrunden wollen wir das Seminar durch den Besuch eines Musicals.


Dr. Thomas Seedorf / Christian Schaper M. A.

Richard Wagner, «Tristan und Isolde»

Do 15 s. t – 18 Uhr
Beginn: 27. April

Für das letzte Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters in dieser Spielzeit steht eine konzertante Komplettaufführung von Wagners Tristan und Isolde auf dem Programm. Diese kurzfristige Änderung im Spielplan – ein von privater Seite finanziertes Abschiedsgeschenk für die Generalmusikdirektorin Karen Kamensek – gab den Anstoß für ein Tristan-Seminar, das in enger Kooperation mit dem Freiburger Theater stehen wird.

Bis zu den beiden Aufführungen gegen Semesterende (7. und 11. Juli) wollen wir uns Zugänge zu einem der faszinierendsten und zugleich sperrigsten Werke des Musiktheaters erarbeiten: von den in vielerlei Hinsicht abenteuerlichen Entstehungsumständen über kompositionstechnische Aspekte – «Kunst des Übergangs», «unendliche Melodie», «Tristanakkord», um nur die bekanntesten Schlagwörter zu nennen – bis hin zu Wagners Rezeption des Tristan-Epos von Gottfried von Straßburg und zur Mythenbildung um den Tristan selbst in der Wagner-Rezeption. Die Ergebnisse sollen auch in die dramaturgische Begleitung der Konzerte einfließen; neben den üblichen Vermittlungsformen (Programmhefttexte und Einführungsmatinee) sind auch alternative Konzepte gefragt, mit denen man dem Publikum durch die vierstündige, konzertante Aufführung einer recht handlungsarmen Opern helfen kann.

Zum Ausgleich für die feiertagsbedingten Donnerstags-Ausfälle im ohnehin kurzen Sommersemester findet das Seminar in dreistündigen Sitzungen (mit kurzer Pause) statt.

Jeder Seminarteilnehmer sollte zu Semesterbeginn über eine Partitur verfügen. Der beste derzeit greifbare Notentext ist der der Richard-Wagner-Gesamtausgabe; er liegt glücklicherweise bereits als handlicher und relativ günstiger Nachdruck vor (Eulenburg-Partitur Nr. 8252, ca. EUR 50,–). Damit die Auseinandersetzung mit dem Tristan möglichst früh in Angriff genommen werden kann, wird eine Partitur-Bestellliste zu Beginn der Semesterferien im Sekretariat bereitliegen, in die sich Interessenten bis zum 3. März eintragen können (bei Sammelbestellung erhalten wir einen um immerhin ca. 10% ermäßigten Preis). Auch Referatsthemen können bereits während der vorlesungsfreien Zeit vereinbart werden.

Literatur zur Einführung:

  • Egon Voss, Art. «Tristan und Isolde. Handlung in drei Aufzügen», in: PiperE, Bd. 6, S. 574–582.
  • –, Wagner und kein Ende. Betrachtungen und Studien, Zürich u. Mainz 1996.
  • –, «Die ‹schwarze und die weiße Flagge›. Zur Entstehung von Wagners ‹Tristan›», in: AfMw 54 (1997), S. 210–227.
  • Peter Wapnewski, Tristan, der Held Richard Wagners, Berlin 1981.


Dr. Thomas Seedorf / Christian Schaper M. A.

Musik in Wien

Blockseminar und Exkursion
Vorbesprechung: Mi, 26. April, 13 Uhr c. t.
Blockseminar: 26./27. Mai
Exkursion: 5.–11. Juni
Anmeldeschluss: 13. April 2006
Teilnehmer: maximal 15
Voraussetzungen: mindestens 3. Fachsemester

Wie bei der letzten Exkursion, die 2001 nach Venedig führte, soll es auch dieses Mal um die gemeinsame Erkundung einer für die europäische Musikgeschichte zentralen Stadt gehen. Schon Mozart galt Wien als «der beste Ort der Welt» für sein Metier, und so wie er dachten viele Musiker, deren Spuren man in der Donaumetropole bis heute verfolgen kann.

Sammelpunkte dieser Spuren sind die großen Archive Wiens, vor allem die Musiksammlungen der Österreichischen Nationalbibliothek, der Gesellschaft der Musikfreunde oder auch des A rnold Schönberg Centers, deren Besuch ebenso auf dem Programm stehen wird wie Führungen durch die Opernhäuser und großen Konzertsäle Wiens oder eines der Adelspalais’ aus der Beethoven-Zeit. Viele der Wohnungen, in denen Mozart gewohnt hat, sind erhalten geblieben oder rekonstruiert worden, so dass sich die Möglichkeit bietet, interessante Einblicke in die Lebens- und Arbeitsbedingungen des Komponisten zu gewinnen. Geplant ist auch ein Abstecher in das Wiener Umland, etwa nach Mödling, wohin sich u. a. Beethoven im Sommer zurückgezogen hat und wo noch heute das Haus von Arnold Schönberg steht.

Der Exkursion wird ein Blockseminar vorausgehen, dessen Besuch für alle Exkursionsteilnehmer ebenso obligatorisch ist wie die Übernahme eines Referats. Neben der Erarbeitung zentraler Aspekte der lokalen Musikgeschichte wird die Vorbereitung auf den Besuch von Institutionen und Orten in Wien im Mittelpunkt stehen.

Organisatorisches:
Hin- und Rückreise erfolgen mit der Bahn; untergebracht ist die Gruppe in der erst vor wenigen Jahren eröffneten Jugendherberge Myrthengasse (in Fußnähe zum Zentrum). Die Exkursion wird von verschiedenen Seiten finanziell unterstützt, so dass von den Teilnehmern lediglich ein Beitrag von ca. 75,– Euro gezahlt werden muss.

Interessenten können sich ab sofort in eine Liste eintragen, die bei Frau Frick ausliegt.

Literatur:
Für einen raschen Überblick ist der Wien-Artikel im Sachteil der neuen MGG zu empfehlen.



Hauptseminare

Prof. Dr. Christian Berger

Sinfonien nach Beethoven: Berlioz und Schumann

Mo 16 s. t. – 18:30 Uhr
Beginn: 8. Mai

Den Nachwirkungen der sinfonischen Konzepte Beethovens im 19. Jahrhundert soll am Beispiel der Sinfonien Schumanns nachgespürt werden. Viel­leicht ergibt sich die Möglichkeit, beim Projekt des Baden-Badener Festspielhauses mitzuwirken, wo zwei dieser Sinfonien am 1./2. April 2006 aufgeführt werden. Zur Vorbereitung stehen Mitschnitte von SWR-Sendungen zur Ver­fügung.

Literatur:

  • Probleme der symphonischen Tradition im 19. Jahrhundert. Kgr.-Ber. Bonn 1989, hrsg. von S. Kross u. M. L. Maintz, Tutzing 1990.
  • Bonds, Mark Evan, After Beethoven. Imperatives of Originality in the Symphony, Cambridge, Mass. 1996 (UB-Signatur: GE 97/1771).
  • Dahlhaus, Carl, «Das ‹Finalproblem› in Schumanns Zweiter Symphonie», in: Studien zu romantischen Sinfonien, JbPrKu 1972, S. 110–116.
  • Edler, Arnfried, Robert Schumann und seine Zeit (= Große Komponisten und ihre Zeit), Laaber 1982.
  • Finson, Jon W., Robert Schumann and the Study of Orchestral Composition. The Genesis of the First Symphony, op. 38 (= Studies in Musical Genesis and Structure [3]), Oxford 1989.
  • Gebhardt, Armin, Robert Schumann als Symphoniker (= Forschungsbeiträge zur Musikwissenschaft 20), Regensburg 1968.
  • Krebs, Harald, Fantasy pieces. Metrical dissonance in the music of Robert Schumann, Oxford 1999 (UB-Signatur: GE 99/4645).
  • Mayeda, Akio, Robert Schumanns Weg zur Sinfonie, Zürich u. Mainz 1992.
  • Newcomb, Anthony, «Once More ‹Between Absolute and Program Music›: Schumann’s Second Symphony», in: 19th Century Music 7 (1983), S. 233–250.
  • Newcomb, Anthony, «Schumann and Late Eighteenth-Century Narrative Strategies», in: 19th Century Music 11 (1987), S. 164–174.
  • Oechsle, Siegfried, Symphonik nach Beethoven. Studien zu Schubert, Schumann, Mendelssohn und Gade (= Kieler Schriften zur Musikwissenschaft 40), Kassel 1992.


Prof. Dr. Konrad Küster

Beethoven, 5.–8. Sinfonie

Di 16–18 Uhr
Beginn: 2. Mai
(Achtung: wegen eines dienstlichen Auswärts-Termins nicht schon am 25. April)

Jede/r potentielle Teilnehmer/in wird (oder: sollte) eine Vorstellung davon haben, worum es sich bei diesen Werken handelt … Kaum eine/r wird also nicht erwarten, dass es hier um Analyse geht – um (auch: vergleichende) Annäherung an Schlüsselwerke des Repertoires.

Zwei Empfehlungen:

  1. Schaffen Sie sich die Bärenreiter-Taschenpartituren der Werke an (die jüngste und handlichste Version darin, den Notentext zu bieten).
  2. Arbeiten Sie sich schon vor Semesterbeginn in «Ihr» Thema ein (vorrangig: einen Satz Ihrer Wahl; Themenabsprachen bitte per E-Mail oder in der Sprechstunde).


Prof. Dr. Günter Schnitzler

Heinrich von Kleist

Fr 11–13 Uhr
Beginn: 28. April

Die vielfältig gestörten Ordnungen im Werk Kleists sind kaum von der immer noch umstrittenen Kant-Lektüre des Autors zu trennen. Der briefliche und dichterische Niederschlag der sog. Kantkrise hat eine aufschlussreiche Vorgeschichte, die sich aus den Zeugnissen vor 1801 erschließen lässt. Die Folgen dieser Begegnungen mit der Transzendentalphilosophie für das Werk Kleists sind höchst umfangreich. Das Seminar widmet sich diesen Bezügen, geht den Spuren Kants in den Briefen Kleists nach, die ihrerseits wiederum in engem Zusammenhang mit den Werken stehen. Exemplarische Interpretationen der Familie Schroffenstein, Penthesilea (auch in der Vertonung von Othmar Schoeck) und anderer Texte legen ein besonderes Gewicht auf die gestörten Ordnungen der Sprache, des Rechts, der Geschichte, des Erkennens und der Wirklichkeit überhaupt.



Kolloquien

Prof. Dr. Christian Berger

Kolloquium zu aktuellen Forschungsfragen

Mi 18 s. t. – 20 Uhr
Beginn: 3. Mai

Neben der Besprechung aktueller Arbeiten soll die Diskussion numerologischer Fragen fortgeführt werden.


Prof. Dr. Konrad Küster, Dr. Thomas Seedorf, Christian Schaper M. A.

Kolloquium

Di 18–20 Uhr
Beginn: 2. Mai



Kurse und Tutorate

Christine Muschaweckh

Gehörbildung I

Mi 14–16 Uhr
Beginn: 26. April

Einstimmige tonale und atonale Melodien sowie Rhythmen vom Blatt realisieren; Melodie- und Rhythmusdiktate anhand von Literaturbeispielen unterschiedlicher Epochen. Höranalyse; Einführung ins harmonische Hören (entspricht dem Vorkurs Harmonielehre und Harmonielehre I).


Christine Muschaweckh

Gehörbildung II

Fr 14–16 Uhr
Beginn: 28. April

Mehrstimmige Diktate anhand von Literaturbeispielen unterschiedlicher Epochen; Höranalyse; Fehlerhören; Instrumentation und Klangfarben hören; harmonisches Hören (entspricht Harmonielehre II); Hören und Bestimmen musiktheoretischer Modelle anhand von Literaturbeispielen.


Dr. Thomas Seedorf

Harmonielehre I

Di 9–11 Uhr
Beginn: 2. Mai


Dr. Thomas Seedorf

Harmonielehre-Vorkurs

Do 11–13 Uhr
Beginn: 27. April

Für diejenigen, die schon über Vorkenntnisse in Harmonielehre verfügen, besteht die Möglichkeit, den Harmonielehre-Vorkurs zu überspringen, wenn sie die Eingangsklausur für Harmonielehre I bestehen. Diese Klausur findet am 25. April (9 s. t. – 11) statt. Nähere Informationen bei Dr. Thomas Seedorf.


Ralf Wolter

Harmonielehre II

Mo 11–13 Uhr
Beginn: 24. April



Arbeitsgemeinschaften

Fachschaft

AG Wurzelwerke

Mi 20–22 Uhr

Musik hören für MuWis und anderweitig Musikbegeisterte ohne Vorkenntnisse: In der AG Wurzelwerke treffen wir uns, um gemeinsam Musik zu hören. Dabei sollen vor allem Standard-Werke zu hören sein, aber gelegentlich auch Stücke abseits des üblichen Repertoires. Jede Sitzung wird von einem Teilnehmer übernommen, der nach seinen Wünschen ein Werk auswählt und es der Gruppe vorstellt. Gelegentlich dürfen wir auch Gaststars aus dem Dozentenmilieu begrüßen. Die Zusammenstellung des Programms erfolgt in der ersten Sitzung je nach Interesse der Anwesenden. Für gewöhnlich klingt der Abend in gemütliche Runde in der Freiburger Kneipenlandschaft aus


Schola für gregorianischen Choral

Dr. Frauke Schmitz-Gropengießer lädt an Gregorianik interessierte Studierende ein, gregorianische Choräle zu singen. Bei mangelnder Kenntnis der Neumen und der Quadratnotation werden diese erklärt. Neben der Behandlung verschiedener die Gregorianik betreffender Themen soll viel gesungen werden, wobei es zum einen um das Kennenlernen des Repertoires, zum anderen um das Einstudieren einzelner Stücke geht.

Interessierte treffen sich zu einer ersten Besprechung am Montag, 24. April, um 18 Uhr s. t. im Doktorandenraum.

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