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Mehr „ältere“ oder mehr „neuere“ Musik?

 

HS 1119 des Musikwissenschaftliches Seminars Freiburg

 

Nach traditionellem Verständnis ist Historische Musikwissenschaft ein Fach, das in sich nicht weiter gegliedert wird: Es reicht von „den“ Anfängen bis zur Gegenwart. Das nehmen wir sehr ernst. Dass Musik des 20. und 21. Jahrhunderts eine Rolle spielt, ist vielerorts selbstverständlicher als die Einbeziehung der ganz alten Musik; die aber ist für uns genauso wichtig wie die ganz neue.


Daher haben wir die Anfänge der „abendländischen Mehrstimmigkeit“ oder Spätmittelalter und Renaissance gleichgewichtig mit anderen Epochen im Blick. Das ist notwendig, um Querbeziehungen der Musikgeschichte verstehen zu können: Als im 20. Jahrhundert „ganz alte“ Musik erschlossen wurde, hatte dies direkte Auswirkungen auf die zeitgenössische Kompositionspraxis. Also muss man auch hier den Kontext kennen, der in diesem Fall mehr als ein halbes Jahrtausend weit entfernt in der Geschichte liegt.
Aus praktischen Gründen ist es ohnehin unverzichtbar, die Etappen der Musikgeschichte gleichgewichtig und komplett zu behandeln: Wer aus dem Studium heraus auf möglichst vieles vorbereitet ist, hat anschließend die breiteren Berufschancen!

 

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