Uni-Logo
Sie sind hier: Startseite Traditionen der Freiburger Musikwissenschaft
Artikelaktionen

Traditionen der Freiburger Musikwissenschaft

 

Moderne Musikwissenschaft gibt es in Freiburg, seit 1919 der junge Musikwissenschaftler Wilibald Gurlitt an die Universität berufen wurde. Schon in den ersten Jahren rückte das Seminar ins internationale Rampenlicht: Das Experiment, eine barocke Orgel (nach Anweisungen Michael Praetorius’, 1619) zu rekonstruieren, war einer der Startschüsse für die „Orgelbewegung“, ebenso für die Wiederentdeckung Alter Musik, die Gurlitt zeitlebens mit der Erkundung historischer Musiktheorie und ihrer Terminologie vorantrieb.


Sein Nachfolger Hans Heinrich Eggebrecht setzte dies in einem „Handwörterbuch zur musikalischen Terminologie“ auf verbreiterter Grundlage fort (auch gemeinsam mit Rolf Dammann) und weitete den Arbeitshorizont bis zur Musik des 20. Jahrhunderts aus; mit seinen Arbeiten zur Musik Gustav Mahlers und einem musikästhetischen Arbeitszugang setzte er zudem noch ganz andere Akzente. Forschungen über Musik des 20. Jahrhunderts wurden in der fünfjährigen Wirkungszeit Hermann Danusers in Freiburg vertieft.


Aus den älteren Traditionen des Faches stammend, besitzt das Freiburger Musikwissenschaft die „zweite“ Praetorius-Orgel, ein einzigartiges Zeitdokument: als historistische Orgel von 1954/55.
 

Benutzerspezifische Werkzeuge