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Was ist „Historische Musikwissenschaft“?

KG1, Albert-Ludwigs-Universität 

 

Historische Musikwissenschaft – so, wie wir diese in Freiburg verstehen – umfasst ein möglichst breites Spektrum all der historisch-theoretischen Disziplinen, die sich mit „westlicher“ Musik verbinden können.


• Musikalische Analyse und Historische Musiktheorie vermitteln Einblicke in die Kompositionsgeschichte. Vielfalt und Breite aktueller methodischer Ansätze sind uns dabei selbstverständlich.


• Musikalische Edition ist das Rückgrat jeglicher Beschäftigung mit Kunstmusik: Nur dann, wenn verlässliche Notentexte vorliegen,lässt sich eine wissenschaftliche Annäherung an die Kompositionen versuchen.


• Musik entsteht nicht im luftleeren Raum – und sie ist nicht von vornherein „überzeitliches Kulturerbe“. Also kommt der historische Kontext der Musik in den Blick: wissenschaftlich fundierte Biographik oder Aspekte der Kultursoziologie. Auch Fragen, mit denen sich die Instrumentenkunde befasst, haben das Entstehen der Kunstwerke bedingt.


• Musik ist zugleich ein Thema der Ästhetik und Philosophie. Auch deren Zugänge wiederum unterliegen einem historischen Wandel und sind damit Teil eines umfassenden musikhistoriographischen Zugangs, der ohnehin auch andere Nachbarfächer einschließt.

Schon im Bachelorstudium versuchen wir, in Lehrveranstaltungen Bekanntschaft und Verständnis für möglichst viele dieser Themenbereiche zu vermitteln. Und wichtiger als das bloße Lernen von Stoff ist es, die Arbeitstechniken kennen zu lernen, die hinter diesen Fragen stehen. Dies geschieht in fortschreitender Vertiefung von den einführenden Kursen bis hin zu den Hauptseminaren.


Ziel des Studiums ist nicht die künstlerische Laufbahn oder der Beruf des Schulmusikers, sondern zunächst Musikvermittlung und Musikmanagement in deren vielfältigen Ausprägungen. Diese Kenntnisse bieten zugleich die Grundlage für eine vertiefte wissenschaftliche Beschäftigung, auf die ein anschließendes Masterstudium hinführt.

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