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Laufende Promotionsprojekte

Promotionsprojekte am Musikwissenschaftlichen Seminar

 

Christian Haber

Minimalismus in der Musik als Zeichen einer erstmals global verbundenen Musikkultur: Diversität und Verbreitung der musikalischen Reduktion

Die Verbreitung minimalistischer und reduktionistischer Gestaltungstechniken in der Musikgeschichte der letzten Jahrzehnte sind Kernthema des Promotionsprojekts. Dabei soll gezeigt werden, dass die Ideen der amerikanischen Minimalisten der 1970er Jahre derart ins grundsätzliche Vokabular sowohl der E- als auch U-Musik eingegangen sind, dass es heute nahezu selbstverständlich erscheint, dass sich KünstlerInnen verschiedenster Stile, Genres und Zeitabschnitte, minimalistischer und reduktionistischer Techniken bedienen, ohne direkt auf das historische Ereignis der "Minimal Music" anzuknüpfen. Diese Universalität ist Zeichen einer global verbundenen und dabei diversen Landschaft unterschiedlichster Musikformen, die ungeachtet ihrer teils völlig verschiedenen Voraussetzungen immer wieder auf bestimmte ideelle Triebkräfte Bezug zu nehmen scheinen, deren Analyse und Bestimmung im musikwissenschaftlichen Diskurs in einer vom frühen Minimalismus weiterentwickelten Gesamtschau immer noch aussteht. Ziel des Projekts ist es also, die Praxis der minimalistisch-reduktionistischen Musikgestaltung in ihrer übergeordneten Systematik als historische Größe genre-unspezifischen Musizierens darzustellen.
 

Mirko Rechnitzer

Fragmente liturgischer Gesangbücher aus dem nördlichen Mitteleuropa

Der kirchliche Gesang des westeuropäischen Christentums erscheint durch den Namen „Gregorianischer Choral“ als eine lange Zeit einheitliche Angelegenheit. Doch in Wahrheit liegen viele verschiedene Traditionen und Reformen vor. Sowohl geographisch als auch hinsichtlich diverser Ordensgemeinschaften wurde der Gesang unterschiedlich gepflegt. Gegenstand des Promotionsprojektes ist die Erforschung von Quellen aus dem nördlichen Mitteleuropa, besonders aus dem nördlichen Niedersachsen. Überliefert sind dabei jedoch nicht komplette Gesangbücher, sondern mehrere hundert Fragmente: Diese Blätter oder Bögen wurden aufgrund des robusten Pergamentes von Buchbindern ab dem 16. Jahrhundert, die sich für die vergangene Musik nicht mehr interessierten, zum Einbinden neu gedruckter Werke, von wissenschaftlichen Monographien bis hin zu Rechnungsbüchern, zweckentfremdet. Durch eine Analyse des Inhalts der Fragmente – der Gesänge, liturgischen Rubriken, der Notationsform und so weiter, aber auch durch eine Spurensuche auf der Überlieferungsgeschichte der Trägerbände, soll versucht werden, Licht ins Dunkel der liturgischen Gesänge und Praktiken im Gebiet des ehemaligen Erzstifts Bremen zu bringen.
 

Johannes Bernet

Leah Biebert

Janik Hollaender

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